Leistungsverzeichnis-Texte und Ausschreibungshilfe für Staenis-Systeme und CircoFloor
Durch Staenis | | Anleitung
Arbeiten Sie an einem Leistungsverzeichnis für ein Wohnprojekt, ein Mehrfamilienhaus, eine Sanierung oder eine leichte Nutzanwendung? Dieser Leitfaden hilft Architekten, Ingenieurbüros, Fachplanern, Projektentwicklern und Unternehmern dabei, Staenis-Systeme und CircoFloor schneller, klarer und projektspezifischer in ein klassisches belgisches Leistungsverzeichnis aufzunehmen.
Möchten Sie auch die offiziellen bautechnischen Ausschreibungstexte der flämischen Regierung konsultieren? Auf der Seite Bouwtechnisch bestek 2025 - teksten können Sie die relevanten Dokumente herunterladen und als zusätzliche Referenz bei der Ausarbeitung Ihrer Unterlagen verwenden.
Auf dieser Seite finden Sie eine praktische Ausschreibungshilfe für Staenis Estrichgitter, Staenis Trockenbodengitter, Staenis Ausgleichsgitter und CircoFloor. Sie sehen, in welchen Rubriken diese Systeme üblicherweise eingeordnet werden, und erhalten Mustertexte als brauchbare Grundlage für projektspezifische Ausschreibungsklauseln.
Wichtig: Diese Mustertexte wurden bewusst als praxisnahe Arbeitsgrundlage für Planungsteams erstellt. Die endgültige Formulierung, Leistungsanforderungen, Abrechnung und Anwendungsbedingungen bleiben projektspezifisch und müssen stets anhand des konkreten Bodenaufbaus, der Lasten, der akustischen und thermischen Anforderungen, der Brandschutzanforderungen, des Feuchteverhaltens und der geltenden technischen Dokumentation validiert werden.
Wo passen die Systeme in das Leistungsverzeichnis?
Nutzen Sie die nachstehende Zuordnung als schnellen Ausgangspunkt. Die endgültige Rubrik hängt immer von der Funktion der Schicht, den gewählten Materialien und dem konkreten Projektaufbau ab.
Staenis Estrichgitter (Nasssystem / zementgebundener Estrich)
- Primär: 52.50 zementgebundene Estriche - allgemein.
- Am typischsten: 52.53 zementgebundene Estriche - schwimmend.
- Projektabhängig: 52.52 ungebunden oder 52.51 haftend, abhängig vom Aufbau und von der planerischen Entscheidung.
Staenis Trockenbodengitter (Trockenbodenaufbau)
- Primär: 52.14 dämmende Ausgleichsschichten - Trockengranulate, wenn trockene Körnungen oder trockene Füllungen Teil des Aufbaus sind.
- Primär: 52.80 Trockenestriche - allgemein und 52.81 Trockenestriche - schwimmend mit Plattenwerkstoffen.
- Zusätzlich: ergänzen Sie bei Bedarf auch Rubriken für darunterliegende akustische oder thermische Schichten sowie für den Oberbelag (53.xx).
Staenis Ausgleichsgitter (Nivellierung / Dickenkontrolle)
- Staenis Ausgleichsgitter wird in der Regel unter der Rubrik des gewählten Ausgleichs- oder Estrichmörtels aufgenommen.
- Meistens ist das 52.50 zementgebundene Estriche, 52.60 calciumsulfatgebundene Estriche oder eine ergänzende Ausführungsvorschrift innerhalb der Rubrik der gewählten Ausgleichsschicht.
- Wichtig: Die endgültige Rubrik hängt von der Bindemittelart und von der Funktion der Schicht ab: Ausfüllen, Nivellieren oder Estrich.
CircoFloor (trockenes, modulares / zirkuläres Bodensystem)
- Primär: 52.14 dämmende Ausgleichsschichten - Trockengranulate, wenn trockene Körnungen oder eine Füllschicht Teil des Aufbaus sind.
- Primär: 52.80 Trockenestriche - allgemein und 52.81 Trockenestriche - schwimmend mit Plattenwerkstoffen.
- Projektabhängig zusätzlich: Rubriken für akustische oder thermische Schichten (52.30 / 52.40) und für den Bodenbelag (53.xx).
Wichtige Punkte für die Ausschreibung
Eine gute Ausschreibungsklausel beschreibt nicht nur das Gitter oder System selbst, sondern vor allem die Leistungen, die Kompatibilität und die Randbedingungen des gesamten Bodenaufbaus.
Marke oder gleichwertig
In öffentlichen oder wettbewerblichen Unterlagen arbeitet man in der Regel mit “Staenis / CircoFloor oder gleichwertig”. Dabei sollten immer klare funktionale und technische Kriterien genannt werden, etwa Verstellbarkeit, kompatibler Aufbau, Lastverteilung, Ebenheit, akustische Leistung und Ausführungsbedingungen.
Leistungsanforderungen projektbezogen festlegen
Legen Sie die geforderten Leistungen immer auf Grundlage des konkreten Projekts fest und untermauern Sie sie, wo erforderlich, mit technischer Dokumentation, Prüfberichten oder Bescheinigungen.
- Aufbauhöhe und verfügbare Toleranzen je Raum oder Zone.
- Punkt- und Flächenlasten einschließlich eventuell höherer lokaler Lasten.
- Ebenheit, Höhe und zulässige Toleranzen in Abhängigkeit vom Oberbelag.
- Akustische Leistungen, Trittschall und Luftschall, wo relevant.
- Wärmetechnische Leistungen, Dämmwerte und Kompatibilität mit dem Dämmkonzept.
- Brandverhalten und Brandschutzanforderungen gemäß Projektdossier.
- Feuchteverhalten, Trocknungsbedingungen und Empfindlichkeit von Untergrund und Oberfläche.
- Kompatibilität mit Fußbodenheizung, Leitungen und Mindestüberdeckungen.
- Art des Plattenwerkstoffs, Oberbelag und Montageart des oberen Aufbaus.
- Nachweis über Produktdokumentation, Prüfberichte oder Bescheinigungen, wenn das Projekt dies verlangt.
Die Ausschreibungsklausel mit dem gesamten Bodenaufbau verknüpfen
Beschreiben Sie im Leistungsverzeichnis nicht nur das System, sondern den gesamten Aufbau und das Zusammenspiel aller Schichten:
- Untergrund oder tragender Boden.
- Gegebenenfalls Feuchtigkeitssperre, Trennlage oder Abdeckfolie.
- Thermische und/oder akustische Schichten.
- Füllschicht, nass oder trocken, je nach System.
- Gitter, Raster oder modulare Systemkomponenten.
- Lastverteilungsschicht aus OSB, Gipsfaser, Sperrholz oder anderem Plattenwerkstoff.
- Bodenbelag wie Fliesen, PVC, Parkett, Laminat oder andere Oberflächen.
- Randstreifen, Randfugen, Bewegungsfugen und Anschlussdetails.
Mustertext - Staenis Estrichgitter
Für einen schwimmenden zementgebundenen Estrich mit kontrollierter Höhenführung kann Staenis Estrichgitter als Systemkomponente in die Ausschreibung aufgenommen werden. Der nachstehende Mustertext hilft dabei, Rubrik und Leistungsanforderungen schneller projektspezifisch zu formulieren.
Indikative Position im Leistungsverzeichnis: 52.53.xxx zementgebundene Estriche - schwimmend - ausgeführt mit modularem Estrichgitter-System aus Kunststoff.
Mustertext für die Ausschreibungsklausel: 52.53.xxx zementgebundene Estriche - schwimmend - modulares Estrichgitter-System (Staenis Estrichgitter oder gleichwertig) |FH|m²
Beschreibung: Schwimmender zementgebundener Estrich, ausgeführt mit einem modularen Estrichgitter-System aus Kunststoff, das als Verlege- und Verteilungssystem für den Estrichmörtel dient und zu einer kontrollierten Ausführung des Bodenaufbaus auf der vorgesehenen Höhe beiträgt. Das System wird in Kombination mit Randdämmung, Trennlagen, gegebenenfalls thermischer oder akustischer Dämmung und dem vorgesehenen Bodenbelag eingesetzt. Das Estrichgitter-System wird dem Planer vorab zusammen mit der technischen Dokumentation und den Verlegevorschriften des Herstellers zur Freigabe vorgelegt.
Abrechnung: Abrechnungseinheit: m². Abrechnungsregel: netto auszuführende Fläche, gemessen zwischen den Rohwänden; Aussparungen kleiner als 0,5 m² werden nicht abgezogen. Vertragsart: Pauschalmenge (FH). Sofern nicht anders angegeben, umfasst der Einheitspreis sämtliches Zubehör, Passstücke, Schnittverluste, Verbindungen und Hilfsteile für ein vollständig funktionsfähiges System.
Material: Modulares Gitter- und Verlegesystem aus Kunststoff, geeignet für den Einsatz in zementgebundenen Estrichen und kompatibel mit dem vorgesehenen Bodenaufbau. Das System ist dimensionsstabil, für den vorgesehenen Untergrund und Aufbau geeignet und wird mit Verlegevorschriften und Anwendungsbedingungen für Aufbauhöhe, Mörteltyp, Verlegemethode, Randdetails, Aushärtung und Kompatibilität mit Fußbodenheizung geliefert, sofern zutreffend. Zubehör, Verbindungen, Randlösungen und systembezogene Hilfsteile sind Bestandteil des Systems.
Spezifikationen: Typ: modulares Estrichgitter-System aus Kunststoff, Staenis Estrichgitter oder gleichwertig. Anwendung: schwimmender zementgebundener Estrich oder anderer projektspezifisch definierter Aufbau. Aufbauhöhe und Schichtdicke folgen Plänen, Leistungsverzeichnis und technischen Systemvorgaben. Gefordert ist die Kompatibilität mit dem vorgeschriebenen zementgebundenen Estrichmörtel, Randstreifen, gegebenenfalls Fußbodenheizung und dem gewählten Bodenbelag. Ebenheit und Höhe richten sich nach den Projektanforderungen und den Vorgaben der betreffenden Estrichrubrik.
Zusätzliche projektspezifische Festlegungen:
- Geeignet für die Ausführung in phasenweisen Arbeitszonen innerhalb eines Raums, sofern die Fugen- und Randdetails dem Entwurf entsprechen.
- Kompatibel mit dem vorgeschriebenen akustischen Aufbau ohne starre Schallbrücken.
- Kompatibilität mit dem vorgeschriebenen Fußbodenheizungssystem und Einhaltung der Mindestüberdeckungen gemäß Planung und geltenden Richtlinien.
Ausführung: Die Ausführung des Estrichs folgt den allgemeinen Bestimmungen für zementgebundene Estriche, ergänzt durch die Verlegevorschriften des Herstellers des Estrichgitter-Systems. Untergrund und darunterliegende Schichten werden vorab auf Ebenheit, Stabilität und Eignung geprüft. Randdämmung, Trennlagen sowie gegebenenfalls thermische oder akustische Dämmung werden vor der Verlegung des Gitters eingebracht. Das Estrichgitter-System wird auf die richtige Höhe gemäß dem vorgesehenen Verlegemuster gesetzt, einschließlich Passstücke und Randabschlüsse. Der Estrichmörtel wird gleichmäßig eingebracht, verdichtet und fertiggestellt, mit besonderem Augenmerk auf Ecken, Ränder, Durchgänge und Anschlüsse. Rand- und Bewegungsfugen werden gemäß den allgemeinen Estrichvorschriften, dem Fugenplan und den Anweisungen des Planers ausgeführt. Der Auftragnehmer schützt den Estrich vor zu schneller Austrocknung und hält die Wartezeiten vor weiteren Arbeiten ein.
Prüfung: Die Kontrolle von Höhe, Ebenheit und allgemeiner Ausführung erfolgt gemäß den Projektanforderungen und den geltenden Estrichvorschriften. Abweichungen, die die Verlegung oder Leistung des vorgesehenen Bodenbelags beeinträchtigen, sind nicht zulässig.
Anwendung: Wohnungsbau, Sanierung, Neubau oder andere projektspezifische Anwendungen gemäß Plänen und Leistungsverzeichnis.
Mustertext - Staenis Trockenbodengitter
Bei einem Trockenbodenaufbau mit Leitungen, geringer Aufbauhöhe oder zirkulären Ambitionen kann Staenis Trockenbodengitter im Leistungsverzeichnis in einen Artikel für die Füllschicht und einen Artikel für den Trockenestrich mit Plattenwerkstoffen aufgeteilt werden.
52.14.xxx dämmende Ausgleichsschichten - Trockengranulate - mit höhenverstellbarem Kunststoffraster
Indikative Position im Leistungsverzeichnis: Verwenden Sie diesen Unterartikel, wenn trockene Körnungen oder eine trockene Füllschicht die Höhe und Auflagerung des Bodenaufbaus mitbestimmen.
Beschreibung: Trockene Füllschicht zum Ausgleichen von Unebenheiten, Höhenunterschieden und Leitungen, ausgeführt in Kombination mit einem höhenverstellbaren Kunststoffraster, das den weiteren Trockenbodenaufbau trägt und positioniert. Das System ermöglicht eine kontrollierte und waagerechte Verlegung der darüberliegenden Lastverteilungsschicht entsprechend dem vorgesehenen Bodenaufbau.
Abrechnung: Abrechnungseinheit: m². Abrechnungsregel: netto auszuführende Fläche; Aussparungen kleiner als 0,5 m² werden nicht abgezogen. Vertragsart: Pauschalmenge (FH). Der Preis umfasst Trockengranulate oder Füllmaterial, sofern in diesem Artikel enthalten, das Raster, Zubehör, Passstücke, Randabschlüsse und systembezogene Hilfsteile, sofern nicht anders angegeben.
Material: Trockene dämmende oder ausgleichende Granulate gemäß Projektspezifikation, sofern im Aufbau vorgesehen. Höhenverstellbares Kunststoffraster, geeignet für Trockenbodenaufbauten und kompatibel mit der vorgesehenen Lastverteilungsschicht aus OSB, Gipsfaser, Sperrholz oder anderen vorgeschriebenen Platten. Eventuelle Systemzubehörteile, Randstreifen, Abdeckfolien und Trennlagen folgen den Herstellervorgaben und den Projektanforderungen.
Spezifikationen: Rastertyp: höhenverstellbares Kunststoffraster, Staenis Trockenbodengitter oder gleichwertig. Der Verstellbereich richtet sich nach der gewählten Systemkonfiguration und der geforderten Aufbauhöhe. Anwendung: Trockenbodenaufbau über Tragboden, Füllschicht oder Leitungen. Gefordert ist die Kompatibilität mit den vorgesehenen Trockengranulaten, der akustischen Schicht, der thermischen Schicht und den Plattenwerkstoffen. Die akustische Detailausbildung vermeidet unerwünschte starre Schallbrücken.
Zusätzliche projektspezifische Festlegungen:
- Die trockene Füllschicht erfüllt die angegebene Rohdichte und Wärmeleitfähigkeit gemäß der gewählten Produktdokumentation.
- Der Aufbau ist für die Aufnahme von Installationen oder Leitungen innerhalb der vorgesehenen Aufbauhöhe geeignet.
- Die darüberliegende Plattenschicht wird erst nach Kontrolle von Setzung oder Fließen der Granulate gemäß System- und Projektvorgaben eingebaut.
Ausführung: Der Untergrund wird gemäß den Vorgaben des Systemherstellers und des gewählten Füllmaterials gereinigt und vorbereitet. Öffnungen, Fugen und mögliche Austrittsstellen werden vorab geschlossen. Randstreifen sowie gegebenenfalls Trenn- oder Abdeckfolien werden gemäß Systemvorgabe eingebaut. Die trockene Füllschicht wird gemäß den erforderlichen Höhen eingebracht und nivelliert. Das verstellbare Kunststoffraster wird auf die richtige Höhe gesetzt und nivelliert, unter Berücksichtigung des gesamten Bodenaufbaus. Der weitere Aufbau mit Trockenbodenplatten folgt der betreffenden Rubrik für Trockenestriche. Vor der Verlegung der Plattenschicht prüft der Auftragnehmer die Stabilität und Kontinuität des darunterliegenden Aufbaus.
Anwendung: Trockenbodenaufbau in Sanierung und Neubau, in Räumen mit begrenzter Aufbauhöhe und/oder mit Leitungen im Bodenaufbau, gemäß Plänen und Leistungsverzeichnis.
52.81.xxx Trockenestriche - schwimmend mit Plattenwerkstoffen - auf verstellbarem Kunststoffraster
Indikative Position im Leistungsverzeichnis: Verwenden Sie diesen Unterartikel für den Trockenestrich und die Lastverteilungsschicht aus Plattenwerkstoffen auf Staenis Trockenbodengitter.
Beschreibung: Trockenestrich aus Plattenwerkstoffen, schwimmend ausgeführt auf einem verstellbaren Kunststoffraster innerhalb eines Trockenbodenaufbaus. Der Trockenestrich bildet einen ebenen und tragfähigen Untergrund für den vorgesehenen Bodenbelag entsprechend den Projektanforderungen und den Vorgaben des Systemherstellers.
Abrechnung: Abrechnungseinheit: m². Abrechnungsregel: netto auszuführende Fläche; Aussparungen kleiner als 0,5 m² werden nicht abgezogen. Vertragsart: Pauschalmenge (FH).
Material: Verstellbares Kunststoffraster: Staenis Trockenbodengitter oder gleichwertig. Lastverteilungsschicht aus Plattenwerkstoffen: OSB, Gipsfaserplatten, Sperrholz oder anderer vorgeschriebener Plattenwerkstoff, gemäß Plänen, Leistungsverzeichnis und Kompatibilität mit dem gewählten Bodenbelag. Eventuelle zusätzliche Unterlagen, akustische Filzstreifen, Folien, Befestigungsmittel, Schrauben, Klebstoffe und Systemzubehör folgen den Vorgaben des Plattenherstellers und des Systems.
Spezifikationen: Plattenwerkstoff, Dicke, Anzahl der Lagen und Verlegeart folgen den Projektunterlagen. Der Aufbau wird auf die vorgesehene Nutzlast und den Bodenbelag abgestimmt. Die Ebenheit entspricht den Anforderungen des Endbelags und den Projekttoleranzen. Die Randdetails sehen die erforderliche Randfuge oder den Randstreifen gemäß akustischen und bauphysikalischen Anforderungen vor.
Zusätzliche projektspezifische Festlegungen:
- Zweilagiger Plattenaufbau mit versetzten Fugen.
- Nut- und Federplatten gemäß Herstellervorgaben miteinander verklebt.
- Besondere Aufmerksamkeit für Randauflager, Passstücke und Anschlüsse an Wände, Türöffnungen und Durchdringungen.
Ausführung: Die Verlegung folgt TV 193 für Trockenestriche, den Vorgaben des Plattenherstellers und den Vorgaben des Rasterherstellers. Das Raster wird vorab auf Höhe, Stabilität und korrekte Auflagerung geprüft. Die Platten werden im vorgeschriebenen Verband mit korrekter Unterstützung der Ränder und Stöße verlegt. Rund um aufgehende Bauteile wird die erforderliche Randfuge vorgesehen. Öffnungen und Aussparungen werden sauber ausgeführt, ohne die Stabilität des Aufbaus zu beeinträchtigen. Der Trockenestrich wird bis zur Verlegung des endgültigen Belags vor Beschädigung und Feuchtigkeit geschützt.
Anwendung: Trockenbodenaufbau für Wohn- und leichte Nutzanwendungen gemäß Plänen und Leistungsverzeichnis.
Mustertext - Staenis Ausgleichsgitter
Am besten wird Staenis Ausgleichsgitter als Unterartikel oder ergänzende Ausführungsvorschrift unter der Rubrik des gewählten Mörtels oder der Ausgleichsschicht aufgenommen. So bleibt klar, dass das Gitter eine Systemkomponente innerhalb der Ausführung dieser Schicht ist.
Indikative Position im Leistungsverzeichnis: 52.5x.xxx / 52.6x.xxx Estrich oder Ausgleichsschicht - mit Kunststoff-Nivelliergitter (Staenis Ausgleichsgitter oder gleichwertig).
Beschreibung: Stärkere Ausgleichs-, Nivellier- oder projektspezifische Estrichschicht, ausgeführt mit einem Kunststoff-Nivelliergitter als Hilfsmittel für einen kontrollierten Schichtaufbau, die Nivellierung und die Ausführung, in Kombination mit dem vorgeschriebenen Mörtel oder Ausgleichsmaterial. Das System wird innerhalb des vorgesehenen Bodenaufbaus und gemäß den technischen Vorgaben des Herstellers eingesetzt.
Abrechnung: Abrechnungseinheit: m². Abrechnungsregel: netto auszuführende Fläche; Aussparungen kleiner als 0,5 m² werden nicht abgezogen. Vertragsart: Pauschalmenge (FH), sofern in der betreffenden Rubrik nichts anderes festgelegt ist.
Material: Kunststoff-Nivelliergitter: Staenis Ausgleichsgitter oder gleichwertig. Mörtel oder Ausgleichsmasse folgt hinsichtlich Bindemittel, Leistungsmerkmalen und Anwendungsbedingungen der jeweiligen Hauptrubrik. Systemzubehör und Hilfsteile werden gemäß Herstellervorgabe geliefert.
Spezifikationen: Typ: Kunststoff-Nivelliergitter für den Einsatz in Ausgleichs- oder Estrichschichten. Schichtdicke und Aufbauhöhe folgen Plänen, Leistungsverzeichnis und Systemvorgaben. Gefordert ist die Kompatibilität mit dem gewählten Mörtel oder Ausgleichsprodukt und mit dem Untergrund. Ebenheit und Höhe richten sich nach den Projektanforderungen und der Hauptrubrik der betreffenden Ausgleichs- oder Estrichschicht.
Zusätzliche projektspezifische Festlegungen:
- Einsatz bei Sanierungsböden mit begrenzter Aufbauhöhe.
- Einsatz zum lokalen Ausgleich von Niveauunterschieden.
- Einsatz in Kombination mit besonderen Belagsanforderungen, bei denen eine erhöhte Ebenheit gefordert ist.
Ausführung: Die Ausführung folgt der Hauptrubrik des gewählten Mörtels oder der Ausgleichsschicht, ergänzt durch die Vorgaben des Herstellers des Nivelliergitters. Der Untergrund wird auf Stabilität, Haftung, Sauberkeit und Eignung geprüft. Eventuelle Grundierungen, Trennlagen oder Randstreifen werden gemäß den Vorgaben des Mörtel- oder Ausgleichsherstellers und des Systemherstellers eingebaut. Das Nivelliergitter wird gemäß vorgeschriebenem Muster und Höhe verlegt. Der Mörtel oder die Ausgleichsschicht wird entsprechend der geforderten Ebenheit, Schichtdicke und Aushärtungsbedingungen eingebracht, verteilt und fertiggestellt. Trocknungs- und Wartezeiten werden vor weiteren Arbeiten strikt eingehalten.
Anwendung: Sanierung, Nivellierung, Estrichreparatur oder andere projektspezifische Bodenaufbauten gemäß Plänen und Leistungsverzeichnis.
Mustertext - CircoFloor
Für einen trockenen, modularen und zirkulären Bodenaufbau kann CircoFloor als Systemlösung in die Ausschreibung aufgenommen werden. Die nachstehende Klausel folgt der Logik von Trockenestrichen, bleibt aber bewusst projektspezifisch verfeinerbar.
Indikative Position im Leistungsverzeichnis: 52.80.xxx / 52.81.xxx Trockenestrich - modulares zirkuläres Bodensystem (CircoFloor oder gleichwertig).
Beschreibung: Trockener Bodenaufbau, ausgeführt als modulares und demontierbares oder zirkuläres Bodensystem mit verstellbaren und/oder modularen Systemkomponenten, abgestimmt auf die vorgesehene Aufbauhöhe, Installationen im Bodenaufbau und den gewünschten Bodenbelag. Das System bildet eine ebene, stabile und wartungsfreundliche Unterkonstruktion und wird gemäß den Systemvorgaben des Herstellers eingebaut. Vor der Ausführung wird das System dem Planer mit Aufbauschema, kompatiblen Unterlagen und Plattenwerkstoffen, Randdetails, Montage- und Demontageprinzipien, Anwendungsbedingungen und Grenzen zur Freigabe vorgelegt.
Abrechnung: Abrechnungseinheit: m². Abrechnungsregel: netto auszuführende Fläche; Aussparungen kleiner als 0,5 m² werden nicht abgezogen. Vertragsart: Pauschalmenge (FH), sofern nicht anders angegeben. Enthalten sind Systemkomponenten, Zubehör, Passstücke, Befestigungen, Randlösungen und alle Hilfsteile, die für eine vollständige Ausführung erforderlich sind.
Material: Modulares Bodensystem: CircoFloor oder gleichwertig, mit Systemkomponenten gemäß der technischen Dokumentation des Herstellers. Eventuelle akustische oder thermische Unterlagen, trockene Füllungen oder Granulate, Lastverteilungsschichten und Plattenwerkstoffe werden gemäß Projektaufbau und Kompatibilität mit System und Bodenbelag gewählt. Systemzubehör, Befestigungen und Randdetails folgen den Herstellervorgaben.
Spezifikationen: Typ: modulares Trockenbodensystem mit zirkulärem und demontierbarem Konzept, projektspezifisch zu detaillieren. Die Aufbauhöhe folgt Plänen und Leistungsverzeichnis. Nutzung und Tragfähigkeit werden auf die angegebene Nutzlast des Projekts abgestimmt. Gefordert ist die Kompatibilität mit Untergrund, Unterlagen, Plattenwerkstoffen und Bodenbelag. Ebenheit und Höhe richten sich nach den Anforderungen des Endbelags. Die akustische Detailausbildung vermeidet unerwünschte Schallbrücken.
Zusätzliche projektspezifische Festlegungen:
- Reversibler oder demontierbarer Aufbau als ausdrückliches Projektziel.
- Trockene Montage ohne nasse Estricharbeiten.
- Integration von Leitungen und Installationen in den Bodenaufbau.
- Reduzierung von Trocknungszeiten zugunsten einer schnellen Weiterbearbeitung.
Ausführung: Die Ausführung folgt TV 193 für Trockenböden, soweit anwendbar, ergänzt durch die Vorgaben des Herstellers des CircoFloor-Systems. Der Untergrund wird auf Stabilität, Ebenheit, Sauberkeit und Maßhaltigkeit geprüft. Eventuelle Folien, Randstreifen sowie akustische oder thermische Unterlagen werden gemäß Projektaufbau eingebaut. Die Systemkomponenten werden gemäß vorgesehener Höhe und Verlegeplan gesetzt und eingestellt. Passstücke und Anschlüsse an Wände, Stützen, Türöffnungen und Durchdringungen werden sorgfältig ausgeführt. Die Lastverteilungs- oder Plattenschicht wird gemäß den Systemvorgaben und den Anforderungen des vorgesehenen Oberbelags verlegt. Der ausgeführte Bodenaufbau wird bis zur Verlegung des Oberbelags vor Beschädigung und Feuchtigkeit geschützt.
Prüfung: Geprüft werden Höhe, Ebenheit, Stabilität und die Übereinstimmung mit dem freigegebenen Aufbau. Mängel, die die Verlegung oder Leistung des Oberbelags beeinträchtigen, werden vor weiteren Arbeiten behoben.
Anwendung: Sanierungs- und Neubauprojekte, bei denen ein trockener, modularer und projektspezifisch konfigurierbarer Bodenaufbau erforderlich ist.
Zusätzliche Projektinformationen, die in den Unterlagen enthalten sein sollten
Um ein Staenis- oder CircoFloor-System korrekt auszuschreiben, sollten in Plänen, Details oder Leistungsverzeichnis außerdem folgende Projektinformationen enthalten sein:
- Projektart: Sanierung, Neubau, Wohnbau oder Nutzbau.
- Tragender Boden: Beton, Holz, vorhandener Boden oder Mischsituation.
- Verfügbare Aufbauhöhe je Raum oder Zone.
- Vorhandensein von Leitungen, Schächten, Durchdringungen oder Technikzonen.
- Gewünschter Bodenbelag: Fliesen, PVC, Parkett, Laminat oder anderer Belag.
- Akustische Anforderungen an Trittschall und Luftschall.
- Thermische Anforderungen und das vorgesehene Dämmkonzept.
- Feuchteempfindlichkeit des Raums und bauphysikalische Randbedingungen.
- Fußbodenheizung: ja oder nein, und welche Aufbaubedingungen gelten.
- Lasten: Wohnnutzung, höhere Punktlasten oder Technikräume.
- Geforderte Ebenheit und Toleranzen des Endbelags.
- Phasierung, Ablaufplanung und gewünschte Ausführungsdauer.
- Gegebenenfalls Anforderungen an Demontierbarkeit, Wiederverwendung oder Zirkularität.
Beispielformulierung für „oder gleichwertig“
Wenn Sie in einem Dossier einen Markennamen nennen, definieren Sie zugleich auch die funktionalen, technischen und ausführungstechnischen Mindestkriterien.
“Staenis [Produktname] / CircoFloor oder gleichwertig, sofern das vorgeschlagene System nachweislich die in diesem Leistungsverzeichnis aufgenommenen funktionalen, technischen und ausführungstechnischen Kriterien erfüllt und mit dem vorgesehenen Bodenaufbau und Oberbelag kompatibel ist.”
Disclaimer
Diese Leistungsverzeichnis-Texte sind Mustertexte und dienen als praktische Grundlage für projektspezifische Ausschreibungen. Sie beschleunigen die Erstellung der Unterlagen, ersetzen jedoch weder planerische Verantwortung noch Projektprüfung oder technische Verifikation.
Die endgültige Wahl der Rubrik, der Formulierung, der Leistungsanforderungen und der Ausführungsvorgaben erfolgt durch den Planer und das Projektteam auf Grundlage des konkreten Projekts, der geltenden Normen und Richtlinien, der einschlägigen technischen Dokumentation und der aktuellen Produktinformationen des Herstellers.
Schnelle Entscheidungshilfe
Nutzen Sie dies als kurze Merkhilfe für die erste Rubrikenauswahl:
- Nasser zementgebundener Estrichaufbau? - Staenis Estrichgitter - meist 52.53.
- Trockener Aufbau mit Plattenwerkstoffen und Leitungen oder Füllung? - Staenis Trockenbodengitter - meist 52.14 + 52.80/52.81.
- Ausgleichen oder Nivellieren mit Gitter innerhalb einer Mörtelschicht? - Staenis Ausgleichsgitter - unter der Rubrik des gewählten Ausgleichs- oder Estrichmörtels aufnehmen.
- Trockenes, modulares und zirkuläres System? - CircoFloor - meist 52.14 + 52.80/52.81.
Benötigen Sie für ein konkretes Projekt eine projektspezifische Ausschreibungsklausel oder eine Prüfung des Bodenaufbaus? Kontaktieren Sie Staenis und senden Sie Pläne, Aufbauhöhe, Leitungsführung und gewünschten Bodenbelag für eine gezielte Unterstützung.





